Manchmal ist es einfach so, man hat einfach nicht das passende Papier zur Hand für sein Projekt. Irgend etwas passt nicht, die Farbzusammenstellung, es ist vielleicht zu hell oder zu dunkel und ein neues findet sich nicht oder man möchte oder kann es nicht mehr bestellen. Wie schön, dass man hier perfekt auf vorhandenes Material zurückgreifen kann. Ich zeige Euch eine ganz einfache aber sehr Effektvolle Stempeltechnik: Bohek-Hintergründe.
Nicht nur für Fortgeschrittene, nein, mit ein paar einfachen Regeln kann das ganz schnell und einfach jeder selbst gestalten. Auch wenn Du dich für einen absoluten Bastelanfänger hältst, das schaffst Du. Es ist keine Magie oder echtes Können oder gar langjährige Erfahrung, dass diesen Effekt hervorbringt. Es ist nüchtern betrachtet nichts weiter als ein bisschen Stempelfarbe auf ein Aquarellpapier auftragen. Und die richtige Vorbereitung ist dabei das A und O. Aber keine Sorge, Du brauchst nicht unmengen von besonderem Material oder Werkzeug, lediglich Aquarellpapier und 2-3 verschiedene, für dein Projekt passende, Stempelkissen solltest Du haben. Den Rest kannst Du ganz einfach improvisieren oder hast es sowieso zu Hause.
Was den Bokeh-Hintergrund so besonders macht? Es ist wie ein verschwommenes Bild im Hintergrund. Wir erzeugen den Effekt, den man erhält, wenn man mit wenig Tiefenschärfe fotografiert und Lichtpunkte im Hintergrund verschwimmen. Die mal größere und mal kleinere Lichtpunkte erzeugen. Das sieht nicht nur schön aus, sondern umrahmt auch das Hauptmotiv im Vordergrund. In diesem Fall, was Du auch immer für ein Motiv damit begleiten möchtest.
Doch fangen wir jetzt endlich an. Du brauchst folgendes Material:
- 2-3 passende Stempelkissen in verschiedenen Helligkeitsstufen
- Aquarellpapier
- Stampin‘ Spritzer – oder etwas womit Du dein Aquarellpapier befeuchten kannst
- Abdeckmaskenpapier – oder ein anderes gut von Papier ablösbares Klebeband
- Wassertankpinsel – oder einen „normalen“ Pinsel
- weiße Craft – Stempeltinte
- 3 verschieden große Kreisstanzen für ein Negativ im Papier – oder per Hand ausgeschnittene Kreise

Als erstes klebst Du dein Stück Aquarellpapier auf einen Wasserfesten Untergrund und machst es feucht. Es soll gut benetzt sein und das Papier darf gerne glänzen. Hier lautet das Motto: lieber etwas mehr als zu wenig Wasser.

Jetzt beginnst Du mit der hellsten Farbe und verteilst sie großzügig auf dem feuchten Aquarellpapier. Es ist wirklich wichtig, dass Du mit der hellsten Farbe beginnst, dass Du die Stempelkissen nicht veruneinigst. Dunklere Farben verzeihen eher, wenn sie mit hellerer Farbe in Kontakt kommen. Danach trägst Du noch die mittlere und ggf. dunkelste Farbe Stellenweise auf. Es muss keinen Sinn ergeben. Wenn Du möchtest kannst Du die harten Ränder der Stempelkissenabdrücke noch mit einem Wassertankpinsel weicher verblenden.

Wenn dein Untergrund gut getrocknet ist, kannst Du mit dem Bokeh-Effekt aufbringen beginnen. Nutze das Negativ des Kreises und tupfe oder streiche damit die weiße Craft Tinte an verschiedenen Stellen auf. Überlappe für einen besonders natürlichen Bokeh-Effekt größere und kleinere Kreise. Bist Du damit zufrieden ist der Hintergrund auch schon fertig und Du kannst deine Karte oder Projekt damit gestalten.

Ich habe das Produktpaket Liebe für immer von Stampin‘ Up! genommen. Das ganze Material kannst Du auch in meinem Stampin‘ Up! Onlineshop bestellen. Hier habe ich dir schon die ganze Liste zusammengestellt. So musst Du nicht alles einzeln im Shop zusammensuchen. Ich freue, wenn Du die gezeigte Stempeltechnik Bokeh-Effekt nachmachst und mich auf Social Media darauf verlinkst, solltest Du dein Projekt damit zeigen. So sehe ich dein Ergebnis und kann es auch in meiner Story verlinken.







0 Kommentare